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Heimkurve Stehplatzkarten für Benefizspiel gegen BSG Chemie

Gude Eintrachtfans,

morgen gegen Düsseldorf ist die letzte Möglichkeit Stehplatzkarten für die Heimkurve für das Benefizspiel unserer Eintracht gegen Chemie Leipzig zu kaufen. Die Karten gibt es ab 15 Uhr am Fancontainer und ab Stadionöffnung vor Block 40.

Es gibt aber auch noch genug Sitzplätze für 15 Euro und weitere Stehplätze für 10 Euro online unter:

https://secure.adticket.de/p/reservix/event/1428362

Es ist das optimale Spiel, um das spielfreie Wochenende zu überbrücken und man tut dabei noch etwas Gutes! Helft der BSG dabei endlich das Geld für das notwendige Flutlicht zusammen zu bekommen.

Wir rechnen übrigens mit über 1.500 Chemikern und auch der Sommer zeigt sich aktuell nochmal von seiner besten Seite. Rafft euch also auf und kommt nächsten Freitag an den Bornheimer Hang.

Unter http://www.nordwestkurve.net findet ihr weiter alle Infos zum Spiel.

BSGE!

Infos zum Verkauf der Stehplatzkarten gegen die BSG Chemie Leipzig

Gude Norwestkurve,

am Mittwoch um 10 Uhr startet der Onlineverkauf zum Testspiel Eintracht Frankfurt gegen BSG Chemie Leipzig. Anpfiff ist am Freitag, den 6. September 2019, um 20 Uhr im Stadion am Bornheimer Hang.

Sitzplatzkarten findet Ihr dann unter folgendem Link: https://secure.adticket.de/p/reservix/event/1428362

Da es natürlich ein besonderes Spiel für die Fankurven ist, findet der Verkauf des Stehplatzbereichs der jeweiligen Kurven ausschließlich organisiert durch diese statt. Die Stehplatzkarten kosten zehn Euro und der Verkauf findet ausschließlich an Heimspieltagen am Fancontainer sowie vor Block 40 statt. Seid auch hier rechtzeitig, da wir die Stände frühzeitig schließen. Ein Versand oder ein Zurücklegen von Karten ist nicht möglich, organisiert Euch im Zweifel also jemanden, der Eure Karten abholt. Bestenfalls tut dies schon gegen Flora Tallinn, denn für das nächste Heimspiel muss unsere Mannschaft ja erst noch weiterkommen.

Das Spiel steht unter dem Stern der Kampagne „Flutlicht für Leutzsch“, deren krönender Abschluss die Partie am 6. September sein soll. Wenn Ihr fördern und anerkennen wollt, mit wie viel Herzblut man bei der BSG Chemie das eigene Stadion renoviert, könnt Ihr natürlich auch gerne den einen oder anderen Euro mehr beisteuern, was dann direkt der Kampagne zu Gute kommen wird.

Einen weiteren besonderen Anlass hat dieses Spiel auch, da sich die Freundschaft der jeweiligen Ultràgruppen in diesem Jahr zum 15. Mal jährt. Diese Freundschaft wird inzwischen flächendeckend in den jeweiligen Fanszenen akzeptiert und auch mehr und mehr geteilt.

Für alle, die nicht unbedingt im Stehplatzbereich sein wollen und außerdem ein wenig mehr Geld für die Kampagne beisteuern möchten, gibt es die Möglichkeit für 100 Euro ein VIP-Ticket zu erwerben. Interessenten wenden sich bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Ein RMV-Kombiticket ist natürlich ebenfalls in allen Karten enthalten.

Seid dabei, setzt ein Zeichen für traditionsreichen Fußball in Leipzig und zeigt den Chemikern, dass wir die Gastfreundschaft, welche wir dort beim Hinspiel genossen haben, noch toppen können!

BSGE!

Stellungnahme des Nordwestkurve-Rats zu den Geschehnissen in Mailand

Es ist nicht entschuldbar, dass sich einzelne Personen nicht an Absprachen und Verhaltensregeln unserer Kurve halten!

Bereits im Jahr 2013 haben wir uns sehr deutlich gegen Pyrotechnik, welche die Hand verlässt, ausgesprochen. Leider gibt es seitdem immer wieder Vorfälle, die gegen diesen Konsens verstoßen, auch wenn diese seltener werden.

Der Nordwestkurve-Rat hat zum Ziel, die aktive Fanszene besser zu vernetzen sowie die gemeinsame Konsensbildung zu fördern. In den letzten Jahren wurde dabei sehr viel erreicht. Der vergangene Donnerstag war jedoch ein großer Rückschritt in dieser Arbeit.

Wir werden aktiv dazu beitragen, dass der Zusammenhalt der aktiven Fanszene bestehen bleibt. Dahingehend ist es mehr als ein Signal, dass die Gruppe Ultras Frankfurt 97 gestern klar und unmissverständlich Stellung zu den Vorkommnissen bezogen hat.

Wir setzen im Sinne unserer Fanszene alles daran, die Aufarbeitung der Vorfälle zu unterstützen, um die hart erarbeitete Gemeinschaft nicht zu gefährden.

Denn wie heißt es so schön:

Eintracht über alles!

 

Nordwestkurve-Rat

März 2019

Die Fanszene von Eintracht Frankfurt zum Montagsspiel in Düsseldorf:

Unsere Freunde der DFL haben uns mal wieder ein Montagsspiel reingedrückt. Dass das ein Vorteil für unsere Mannschaft, die drei (!) Tage später zum entscheidenden Achtelfinalspiel bei Inter Mailand antreten muss, sein soll, ist natürlich ein schlechter Scherz. Konkret bedeutet dies, dass unsere Mannschaft erst in der Nacht zum Dienstag wieder in Frankfurt ist und sich dort nicht mehr richtig vorbereiten kann, da sie Mittwochvormittags bereits nach Mailand fliegt. Ein Montagsspiel ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt macht also überhaupt keinen Sinn, sondern ist ein klarer Wettbewerbsnachteil.

Aber auch wir Fans werden in den anstrengenden Europapokalwochen noch einmal schön drangsaliert.Wir verstehen jeden, der sich das nicht gefallen lässt und daheim bleibt. Wir wollen als Fanszene aber weiterhin sichtbare Zeichen setzen. Auch wenn die Montagsspiele angeblich ab 2021 abgeschafft sein sollen – das glauben wir erst, wenn es so weit ist.
Diesmal variieren wir allerdings unseren Protest. Wir werden dem Spiel in der ersten Halbzeit nicht den gewohnten Rahmen bieten, sondern den Gästeblock leer lassen, auch wenn uns das am meisten schmerzt. Es ist aber unabdingbar, um weiterhin zu zeigen, dass diese Spiele von uns Fans nicht akzeptiert werden. Wir lassen uns nicht einlullen. Montagsspiele gehören sofort abgeschafft!
So, wie wir ALLE GEMEINSAM europäische Fußballfeste feiern können, können wir auch ALLE GEMEINSAM ein Zeichen des Protestes setzen.
Zur zweiten Halbzeit gehen wir dann in den Block und zeigen, was Eintracht Frankfurt ist! Alle zusammen für unsere Fanszene und Eintracht Frankfurt.
MONTAG – WARUM, LAN?

Peter Beuth und sein Mythos der Gefahr

 

Das Verhältnis der Fanszene Frankfurt und dem hessischen Innenministerium in Person von Peter Beuth ist seit Monaten angespannt. Das liegt daran, dass sich Innenminister Beuth angeblich die Sicherheit beim Stadionbesuch auf die Fahne geschrieben hat. Ein Blick auf die offiziellen Statistiken hätte einem Normalsterblichen genügt, um festzustellen, dass die Sicherheit überdurchschnittlich hoch ist. Da Beuth das allerdings anders sieht, Ordnungswidrigkeiten mit Straftaten verwechselt, stiftet er solange Unruhe, bis er sich als Erlöser profilieren kann oder eben einfach nur Aufmerksamkeit für sein Ego bekommt.

Einmal die Entscheidung gefasst, missbraucht Beuth das Amt des Innenministers für seinen steuerfinanzierten Privatkrieg, indem er die unangemessenen und verhältnislosen Einsätze der Polizei toleriert und somit die Eskalation zwischen Polizei und Stadionbesuchern gezielt provoziert. Sein Vorgehen der Herbeiführung einer Eskalation ist dabei zwar von unglaublicher Unkenntnis beim Thema Fußballgewalt geprägt, hat jedoch Methode. Er versucht diese Eskalation gezielt durch das Übertreten „roter Linien“ zu erreichen. Dazu zählt beispielsweise das Betreten einer Fankurve durch Polizeieinheiten. Verantwortliche mit Sachkenntnis ordnen dies als ultima ratio ausschließlich bei gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen Gefahr für die Unversehrtheit von Personen besteht, an.
Dies wurde vor einigen Wochen bereits ohne erkennbaren Anlass getan, wobei die Beamten mit Knüppeln und Pfefferspray im Anschlag nur auf eine Reaktion der Fankurve warteten. Ein weiteres Beispiel ist das mehrfache Aufstellen oberhalb von Block 32A und 32B in kompletter Einsatzmontur. Daran ist besonders beachtlich, dass jeweils keine Gefahr bestand und der Aufzug der Staatsgewalt ausgerechnet auf Rollstuhlfahrern zur Verfügung stehenden Plätzen stattfand.

Solche Situationen waren vor ein paar Wochen noch undenkbar und führen zu völlig unnötigen Spannungen. Es gibt jede Menge weitere Beispiele von anlasslosen Schikanen und Provokationen durch die Polizei. Dies geschieht erst seit einigen Monaten, allerdings jeweils so unnötig und so provokativ, dass es offensichtlich ist, welches Ziel verfolgt wird: Die Eskalation mit den gewünschten Bildern für die politischen Ziele des Innenministers.

Die Eskalationstaktik trug bisher jedoch nicht die gewünschten Früchte, wofür das jeweils besonnene Reagieren der Fanszene besonders hoch zu bewerten ist. Das Interview Peter Fischers am Vortag war hierbei nicht der Grund der Vorgänge am Spieltag, es war der fadenscheinige Anlass für eine längst geplante Maßnahme, zumal Fischer bereits vor den Maßnahmen klar Stellung bezogen hatte und seine Aussagen auch für Personen ohne jegliche Kenntnis der Fanszene erläuterte.

Die Vorfälle vor dem Spiel gegen Shakthar Donetsk sind hinlänglich beschrieben. Selbstkritik von Seiten der Polizei erwartet schon lange niemand mehr. Die schweren Verletzungen von Menschen wegen eines Transparents, welches nicht mal den Tatbestand der Beleidigung erfüllen dürfte, als angemessen und notwendig zu rechtfertigen, ist nichts als ein schlechter Witz. Die Vorfälle sind gut dokumentiert und öffentlich bekannt. Jedoch versucht beispielsweise die Social Media Abteilung der Frankfurter Polizei, die in dieser Sache ein unglaublich peinliches Bild abgibt, zwanghaft diese Videoaufnahmen aus ihrem Einflussbereich zu löschen, anstatt die logischen internen Ermittlungen gegen die übergriffigen Polizisten einzuleiten.

Es muss klar und immer wieder gesagt werden:
Dieser Eingriff in die symbolträchtigen Bereiche der Fankurve hatte ausschließlich die Eskalation der Situation zum Ziel. Das Interview war dabei nur der kleine Anlass, den Peter Beuth in seinem Profilierungswahn brauchte, um bewusst rote Linien zu überschreiten. Die Aktion war mutmaßlich lange vorbereitet und es wurde nur auf den erstbesten Grund gewartet. Dass es beim Entfernen des Transparents nicht gänzlich eskalierte, ist ausschließlich der besonnenen Reaktion der Kurve zu verdanken, die glücklicherweise nur durch moderate Gegenwehr und durch Unmutsäußerungen reagierte. Bei aller Diskussion um das Interview Fischers kommen diese Tatsachen viel zu kurz!

Es wird sehr deutlich, dass Beuth ein extremes Machtstreben hat und sich für künftige Positionen empfehlen möchte. Er hat keinerlei Ahnung von Fankultur, versucht sich aber als Hardliner ebendort zu profilieren. Seine Angst vor unbequemen Fragen wird bei der Terminierung der Pressekonferenz überdeutlich. Warum legt man sonst eine Pressekonferenz auf den Zeitpunkt der Auslosung, wenn alle Fußballinteressierten wie gefesselt auf den nächsten Gegner in Europa hin fiebern?

In allen seinen öffentlichen Aussagen zeigte sich ganz klar, wie wachsweich er argumentiert, wie sehr er selbst weiß, dass er zu weit geht und es nicht rechtfertigen kann, dass er ohne ersichtlichen Grund die direkte Verantwortung für die schweren Verletzungen trägt! Beuth windet sich wie ein Aal, was seiner Persönlichkeit deutlich eher entspricht, wie sein Wunschdenken als reaktionärer Despot daherzukommen. Er befindet sich längst auf seinem eigenen längst überfälligen Rückzug. Es sind zu viele Skandale, die er zu verantworten hat. Schlägt sein gekränktes Ego in den nächsten Wochen zurück, muss man sogar leider befürchten, dass der vergangene Donnerstag nicht der Höhepunkt der Eskalation war.

Der von Beuth als angemessen und notwendig angesehene Einsatz zur Gefahrenabwehr ist der negative Höhepunkt einer herbeigeredeten Gefahr und wirft die Fanarbeit in Frankfurt um Jahre zurück! Alles andere als der sofortige Rücktritt des inkompetentesten hessischen Innenmisters aller Zeiten ist nicht akzeptabel!

 

Nordwestkurve-Rat

 

Frankfurt,23.02.2019

Nordwestkurve Frankfurt zum scheidenden Hessischen Innenminister Peter Beuth

Es ist einmal mehr passiert, Peter Beuth hat seine Ahnungslosigkeit zum Thema Fußballgewalt in aberwitzigen Forderungen nach härteren Gesetzen zum Ausdruck gebracht. Das ist leider nichts Neues, wie unser offener Brief an ihn aus dem Jahr 2017 zeigt:

http://www.nordwestkurve.net/index.php/neuigkeiten/160-offenerbriefpeterbeuth

 

Aktuell fordert Peter Beuth zum einen, Fußballfans beispielsweise polizeiliche Begleitung von Bussen in Rechnung zu stellen. Zum anderen möchte er das Sprengstoffgesetz so ändern, dass aus der Ordnungswidrigkeit Pyrotechnik zu zünden, eine Straftat wird, die nach seinen Vorstellungen mit mindestens einem Jahr Haft geahndet werden soll.

 

Es ist bekannt, dass Peter Beuth von Fußballfankultur keinen blassen Schimmer hat, doch die aktuellen Forderungen sind selbst für ihn herausragend unsinnig. Da konterkariert er, was alle Fanforscher und auch Polizisten, die sich mit dem Thema auskennen, wünschen: eine geballte Anreise von Fans in organisierten Bussen. Fragt man jeden szenekundigen Beamten, jede Einsatzleitung einer Fußballstadt, sie alle wünschen sich am liebsten die Anreise mit Bussen. Dabei bleibt der Regelzugverkehr ungestört, die Züge sind nicht überfüllt, des Weiteren sind Busse für die Polizei viel besser zu kontrollieren als Autos.

Beuths reflexartige Forderung zeigt einmal mehr, dass er lediglich dem Stammtischpublikum nach dem Mund reden möchte, mit absurden Forderungen, die man nach einer Minute Nachdenken bei Seite legen würde. Zu Recht wird er bei szenekundigen Institutionen, bei Vereinen und speziell den Fans gleichermaßen verlacht.

 

Das Thema Pyrotechnik nur wegen seiner Äußerung überhaupt anzudiskutieren ist sinnlos. Zu weit weg ist seine Forderung von jeglicher Realität, die verschiedenen Ansichten sind ohnehin bekannt. Vom Status einer Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat zu kommen, die mit Gefängnis bestraft wird, ist selbst für Beuths Kompetenzstufe absurd, wenn man bedenkt, dass noch vor kurzer Zeit über eine Legalisierung im Sinne eines kontrollierten Gebrauchs diskutiert wurde.

Was allem die Krone aufsetzt, das ist, wenn jemand wie Beuth sich erdreistet, zu definieren, was Fankultur ist und was nicht. Pyrotechnik ist weltweit ein fester Bestandteil von Fankultur, in jedem Land, in jedem Stadion mit einer aktiven Fanszene. Man kann es ablehnen oder nicht, die Deutungshoheit über Fankultur liegt aber sicher nicht bei populistischen Dampfplauderern aus der Politik!

 

Schaut man hinter die Fassade, wird klar: Es handelt sich um nichts anderes, als seine Positionierung für die Vergabe der Ministerämter. Er ist auf diesem Gebiet der inkompetenteste Innenminister, den wir in Hessen je hatten. Jegliche Experten zum Thema Fankultur verdrehen bereits die Augen, wenn nur sein Name fällt. Ahnungslose Populisten gibt es in der Politik viele, dass er aber nicht mal davor zurückschreckt, für seinen eigenen Privatwahlkampf eine Eskalation im Stadion zu provozieren, ist dann nochmal eine ganz andere Hausnummer. Nicht anders zu erklären ist das Großaufgebot an Polizei beim gestrigen Spiel gegen Schalke. Polizeieinheiten sind zwischenzeitlich sogar, ohne dass es jegliche Vorfälle gab, vor der Nordwestkurve aufmarschiert und haben diese sogar zwischenzeitlich betreten – ein außergewöhnlicher Vorgang und insbesondere ein extremer Affront für jede Fankurve, speziell wenn es nicht im Ansatz sicherheitsrelevante Vorfälle gab. Dies wurde offensichtlich gezielt angeordnet und mögliche Auseinandersetzungen wurden dabei nicht nur in Kauf genommen, sondern vermutlich sogar gewünscht. Profit daraus hätte schließlich Beuth bei seiner Positionierung für das Ministeramt schlagen können. Und für seinen eigenen Auftritt bei der Innenministerkonferenz Ende des Monats, bei der er sich sicherlich wieder als der größte Hardliner unter den Kollegen profilieren möchte.

 

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich bei einer entsprechenden Regierungsbildung die relevanten Personen in den Polizeispitzen und im Ministerium endlich positionieren und ihre Hoffnung nach einem kompetenten Innenminister sich erfüllt

Der Nordwestkurve-Rat

JOINT STATEMENT ON OM/EINTRACHT AWAY TRAVEL BAN

 

Thursday, 20 September 2018

09:00

 

Last 19th of May, Eintracht Frankfurt fans were not only celebrating their club’s victory in the German Cup, but also their return to UEFA competitions after 5 years of absence. The first away game of Eintracht’s 2018-19 European campaign was meant to be a celebration, with thousands of fans following their team.

 

UEFA’s sanction against Olympique de Marseille casted a first shadow on Eintracht’s return, its supporters being the “collateral victims” of a disciplinary decision against the French club. By imposing OM to play its first home game behind closed doors, UEFA’s disciplinary body did not only punish tens thousands of local fans for the behavior of a few and the club’s failure to meet its obligations, but it also deprived Eintracht fans from their right to support their team. This stadium closure is nothing but a collective punishment and we are calling UEFA to put an end to these unfair measures.

 

Hundreds of them decided nevertheless to accompany the club to Marseille, visiting a neighboring European country like tens of millions of tourists every year. On Monday 17 September, 4 days only before the game, Eintracht Frankfurt and its supporters organisations were informed that the Préfecture de Police des Bouches-du-Rhône published an administrative order collectively depriving them from the right to enter the City of Marseille. Or at least to identify themselves and/or act as Eintracht Frankfurt fans within the territory of the city...

 

Yesterday, Football Supporters Europe (FSE), the Association Nationale des Supporters (ANS) and Eintracht Frankfurt jointly filed motions for summary judgement at the administrative court of Marseille, challenging the legality of the administrative order with the intention to make it possible for Eintracht fans to visit Marseille. The emergency court hearing will take place today at 10:00.

 

We believe the reasons given by the Préfecture de Police are invalid. Last time Eintracht went to follow their team to France, they took 13.000 fans to Bordeaux for a game which went “without any incident”, according to the local police.

 

Furthermore, no rivalries between the two sets of supporters could justify enhanced security measures. We also strongly question the claim made by the local authorities that they are not able to accommodate a few hundred Eintracht fans for this game, while over 10.000 German fans would have visited Marseille without the stadium closure.

 

We are therefore calling French authorities to reconsider their decision and welcome Eintracht fans in the City of Marseille. We are ready to defend the freedom of movement which should be prevail for every EU citizen, including football fans. Regardless of the outcome at today’s hearing, we are prepared to go through all national and Europa instances to challenge the specific treatment imposed to football fans by the local authorities.

 

Signatories: Association Nationale des Supporters, Football Supporters Europe, Frankfurt FanClubVerband e.V, , Eintracht Frankfurt Fan- und Förderabteilung, Nordwestkurve e.V., Ultras Frankfurt

Die Fanszene von Eintracht Frankfurt zum Marseille Spiel

Olympique Marseille gegen Eintracht Frankfurt. Was für eine klangvolle Partie!

 

Für viele von uns ein Kindheitstraum, unsere Eintracht im Stade Velodrome. Und dann auch noch nach jahrelanger Europa-Abstinenz. Aber schon direkt nach dem ersten Jubel über die Auslosung kam die schlechte Vorahnung – schließlich wird auch der UEFA-Cup leider von einem sogenannten Fußballverband ausgerichtet. Sogenannte Fußballverbände sind, wie wir alle wissen, korrupte Seilschaften, die sich allzu gern auch noch zum Herrscher über Recht und Unrecht aufspielen. Die UEFA steht dabei unserem lieben DFB in Nichts nach – im Gegenteil, sie ist auch in Sachen Korruption sozusagen der große Bruder. Allein die Tatsache, dass der langjährige Präsident Platini (ebenso wie Sepp Blatter) für Jahre gesperrt wurde, spricht Bände. Neu besetzt wurden die Positionen selbstredend mit ebenso gut beleumundeten Herrschaften. Alter Wein in neuen Schläuchen.

 

Jener Verband nun befand das Verhalten der Anhänger von Olympique Marseille in der zurückliegenden Saison für sanktionswürdig, weshalb das Stade Velodrome beim ersten folgenden Heimspiel geschlossen bleibt. Bei den Heimfans dürfte das nur ein Achselzucken hervorgerufen haben, der Wettbewerb genießt dort kein besonders großes Ansehen und im vergangenen Jahr gab es ja bis zum Finale genügend europäische Spiele. Nun musste man aber kein Prophet sein, um zu erahnen, dass man sich bei der UEFA die Gelegenheit, auch uns elegant mitzubestrafen, ungern entgehen lässt. Denn ein solches Geisterspiel gilt auch für die Fans der Gastmannschaft. Dementsprechend schauen wir beim ersten Europapokalspiel seit Februar 2014 sprichwörtlich mit in die Röhre.

 

Tatsächlich gibt es aber doch eine kleine Ausnahme: Dem Gastteam steht bei einer solchen Sanktion ohne eigenes Fehlverhalten ein minimales Ticketkontingent zu. Die Richtlinien sehen dort 200 Tickets vor. Das würde zwar einigen deutschen Teams locker reichen, bei uns in Frankfurt könnte man damit aber grob geschätzt ungefähr ein Fünfzigstel der Kartenwünsche bedienen. Selbstverständlich hat unser Verein angeboten, dieses Kontingent an die verschiedenen Protagonisten der aktiven Fanszene zu geben. Dies haben wir abgelehnt. Dieses Spiel wird ohne uns stattfinden. Das ist eine Frage der Solidarität mit allen Eintrachtlern, denen dieses Erlebnis genommen wird.

 

Uns bleibt nichts anderes übrig, als stattdessen die übrigen Spiele nach Frankfurter Art zu zelebrieren. Bucht die Flieger nach Zypern leer und fahrt notfalls mit dem Rad über die Alpen nach Rom. Macht das Waldstadion bei den Heimspielen erneut zum Hexenkessel. So schwer es auch fällt: Lasst uns unsere Wut in Energie verwandeln. Dann kommen wir eben weiter und spielen im Halbfinale nochmal im Velodrome.

 

Alle zusammen für unsere Fanszene. Eintracht Frankfurt International.

 

 

Der Nordwestkurve-Rat
Fan- und Förderabteilung Eintracht Frankfurt e.V.
Eintracht Frankfurt Fanclubverband e.V.
Ultras Frankfurt 1997

Pressemitteilung vom 09.09.2018

Wir erhalten vermehrt Presseanfragen zu den Aussagen des DFB-Präsidenten. Zunächst war dies für uns zu weit weg von jeglicher Realität, um darauf zu reagieren. Durch die Vielzahl der Anfragen, haben wir uns jedoch zu einem kurzes Statement entschlossen.

 

Die Aussagen von Herrn Grindel zeigen einmal mehr seine Ahnungslosigkeit und Hilflosigkeit beim Thema Fankultur. Diese diffuse, völlig realitätsferne Panik des Präsidenten lässt tief blicken.

Während die Fankurven die einzigen sind, die noch echte Kritik an den Missständen und der Korruption im DFB üben, scheint Grindel das als Sabotage zu betrachten, während er in der Öffentlichkeit von Dialog redet.

Kein ernstzunehmender Fanvertreter kann mit einem Verband unter diesem Präsidenten auch nur ein weiteres Wort wechseln!

 

Persönlich finden wir auch sehr interessant, dass er nach seinen Pokalsiegerwünschen für unseren jeweiligen Finalgegner inzwischen die Neutralität, eine Voraussetzung für dieses Amt, gegenüber Eintracht Frankfurt vollends aufgegeben hat.

 

Dieser Mann war und ist untragbar!

 

Der Nordwestkurve-Rat

Hartes Erwachen

Stell dir vor, du hast einen guten Freund oder eine gute Freundin die viele Kilometer entfernt wohnt. Du siehst die Person nicht oft, bleibst aber immer im Kontakt. Ab und zu ein Telefonat oder von Zeit zu Zeit ein paar SMS. Man tauscht sich aus über die Erlebnisse des vergangenen Wochenendes, bespricht private und berufliche Dinge oder sucht einen Rat. Dummgebabbel gehört natürlich auch dazu. Eine normale Freundschaft eben.

 

Diese Freundschaft wird jäh erschüttert, wenn dir völlig nichts ahnend mitgeteilt wird, dass der Staat all diese Gespräche abgehört und all die Nachrichten mitgelesen hat. Du erfährst es jetzt auf gleich durch einen Brief der Staatsanwaltschaft einer weit entfernten Stadt. Du verstehst die Welt nicht mehr.

 

Das Szenario wirkt wie aus einem Verschwörungsfilm, ist aber traurige Realität. Es betrifft die Fanfreundschaft zwischen Fans von Eintracht Frankfurt und Chemie Leipzig. Denn: Einen solchen Brief von der Staatsanwaltschaft hatten in den vergangenen Tagen mehrere Leute aus Frankfurt im Briefkasten. Weitere dieser Art werden wohl folgen. Inhalt des Briefes ist die Info darüber, dass man im Rahmen der TKÜ-Maßnahmen in Leipzig mit abgehört wurde. TKÜ steht dabei für Telekommunikationsüberwachung.

 

Um das Zustandekommen der TKÜ zu erklären, muss etwas ausgeholt werden.

Zunächst gab es ein Verfahren, das schon 2013 begonnen hatte. Leute aus der linken Szene in Leipzig wurden nach diversen Übergriffen auf Nazis verdächtigt, eine kriminelle Vereinigung nach Paragraph 129 Strafprozessordnung gebildet zu haben. Darunter waren auch Leute aus der Fanszene von Chemie. Sie alle wurden abgehört, was zu einem mittelschweren Skandal führte, da unter anderem auch das Leipziger Fanprojekt überwacht wurde – wegen seiner Arbeit mit Fußballfans. Auch Journalisten und andere so genannte Berufsgeheimnisträger wie Anwälte und Ärzte waren betroffen – weil sie vollkommen arglos mit den Personen telefoniert hatten. Das Verfahren wurde 2016 eingestellt.

Bei der Einstellung liefen bereits drei weitere Ermittlungsverfahren. Nun auch explizit gegen die Diablos und die Ultrà Youth von Chemie, die naturgemäß jede Menge freundschaftliche Verhältnisse nach Frankfurt haben. Ihnen wurde zur Last gelegt, dass sie eine kriminelle Vereinigung darstellen. Alle gruppentypischen Handlungen wurden dahingehend gedeutet. Beispiele dafür sind: regelmäßige Treffen = Bildung einer kriminellen Vereinigung; Rund-SMS = Beleg für geheime Vorgehensweisen; der traditionelle Chemie-Weihnachtsmarkt in Kooperation mit dem Verein = Geldbeschaffung für illegale Aktivitäten. Alles hanebüchen, alles Blödsinn, alles haltlos. Am 20. Juni wurden deshalb die Verfahren eingestellt.

 

Im Zuge der Verfahrenseinstellung bekamen mehrere Frankfurter Post. Post, weil man mit Menschen Kontakt hatte, gegen die erfolglos wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt wurde. Ist die Schikane nicht schon skandalös genug, erschreckt die Reichweite der Untersuchung umso mehr. Ohne stichhaltige Beweise zu haben, wurden Leute aus unserer Mitte, aus unserer Kurve Opfer des Ermittlungswahns. Ein einfacher Kontakt nach Leipzig reicht aus, um ins Fahndungsraster zu geraten. Die Privatsphäre, das oberste persönliche Gut, wird ohne expliziten Verdacht aufgehoben.

 

Die Farce in Leipzig zeigt, dass wir alle betroffen sind. Zwar könnte man in Frankfurt sagen, weit weg und das betrifft uns ja nur am Rand. Doch was ist, wenn die Praktiken auch in Frankfurt Anwendung finden? Das Beispiel aus Leipzig zeigt eindrucksvoll, dass ein Kontakt reicht um Teil einer Ermittlung zu werden und wie sehr geltendes Recht gebeugt werden kann. Gerade dem Versuch die staatliche Repression auszuweiten, gilt es entgegen zu treten. Nicht alle Vorgehensweisen der Ermittlungsbehörden sind legitim und einfach so abzunicken.

Einmal mehr möchten wir euch also darauf hinzuweisen, dass alles was ihr tut, speziell in der elektronischen Kommunikation, im Fokus stehen kann. Speziell als Fußballfan sind wir schon lange weg von der Annahme, dass man für eine absurde Überwachung auch nur ansatzweise irgendwelche Gesetze gebrochen haben muss.