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Update: RECLAIM THE NAME

 

Hallo Eintrachtler,

wir möchten euch über den aktuellen Stand der Aktion RECLAIM THE NAME informieren.
Leider gibt es nicht das gewünschte Ergebnis zu vermelden. Auf unser Angebot, das Waldstadion für einen Spieltag wieder seinen Namen tragen zu lassen, wurde nicht ausreichend eingegangen.

Im Herbst des letzten Jahres führten wir die Aktion des gemeinsamen Lottospielens durch, welche mit 384,20 Euro den erwartet niedrigen finanziellen Gewinn zur Folge hatte, jedoch um ein Vielfaches mehr Aufmerksamkeit erreichte, als wir uns erträumt hätten. Das hat uns gezeigt, dass wir damit ein Thema angesprochen haben, welches bei vielen Bewohnern im Rhein-Main-Gebiet und bei Fußballfans in ganz Deutschland Emotionen geweckt hat.
Es folgten gute und vertrauensvolle Gespräche mit Vertretern der Stadion Frankfurt Management GmbH, die sich sehr offen für unsere Anliegen zeigten und auch eigene Vorschläge einbrachten. Dafür gilt unser ehrlicher Dank an die dort handelnden Personen.

Leider hat sich der aktuelle und zukünftige Namensträger nicht gerade mit Ruhm bekleckert. In nahezu einem halben Jahr fand man keine Möglichkeit für den angekündigten gemeinsamen Termin. Dieser fand schließlich im April dieses Jahres statt. Vor Ort wurde gleich sehr deutlich gemacht, was die oberste Priorität haben sollte. Wir einigten uns auf ein vertrauliches "Kennenlerngespräch" zum Austausch von Positionen, dem weitere Gespräche folgen sollten. Nun hat sich vor dem Stichtag unseres Angebots nichts dergleichen getan, wodurch wir die Aktion nun beenden werden. Insgesamt haben wir den Eindruck bekommen, dass die Commerzbank AG fast schon panisch auf unsere Aktion im Herbst reagierte. In unserem Gespräch zeigte sich sehr deutlich worum es der Bank in erster Linie ging. Öffentlichkeit, die den Unternehmensnamen negativ erwähnt oder die "Marke Commerzbankarena" beschädigt, sollte unbedingt verhindert werden. Dies indirekt zu äußern und mehrfach zu betonen wurden unsere Gesprächspartner nicht müde. Daher hatten die Vereinbarung über die Vertraulichkeit der Gesprächsinhalte sowie die Bitte damit nicht direkt an die Presse zu gehen auch die höchste Priorität.
Bisher haben wir uns auch an diese Abmachung gehalten, jedoch sehen wir mit Saisonende keinen Sinn mehr an der Fortführung der Aktion und sind unseren Mitgliedern und der Vielzahl an interessierten Eintrachtfans auch diese Informationen schuldig.

Wir müssen leider feststellen, dass die emotionale Verbindung zu einem traditionellen Stadionnamen, die Bewahrung des Namens Waldstadion aus rein ideellen Werten und unsere Denkweise zur Verwurzelung und Bewahrung von Traditionen im Fußball der Marketingabteilung einer großen Bank nicht wirklich zu vermitteln sind. Man argumentiert nicht nur aus verschiedenen Beweggründen, die Denkweisen bewegen sich schlichtweg in einer anderen Welt. In den Gesprächen wurde vielmehr das Engagement der Bank im Fußballsport, auch in der Region, betont. Leider wurde dabei verpasst sich zur Tradition der Stadt Frankfurt zu bekennen und zum Anlass des 90 jährigen Bestehens des Waldstadions diesen Weg zu gehen. Hier hat die befürchtete "Beschädigung der Marke" wohl den Ausschlag gegeben. Hier hätten wir uns mehr Weitsicht gewünscht, wie es eine andere Bank aktuell in Rostock gezeigt hat, wo das Stadion nun wieder den Namen Ostseestadion trägt.

Wir werden uns nun mit Eintracht Frankfurt e.V. in Verbindung setzen und besprechen an welcher Stelle der Lottogewinn gut angelegt ist, da wir dieses Versprechen natürlich auch einlösen wollen.
Für die Zukunft bleibt festzuhalten, dass wir weiterhin sehen, dass es selbstverständlich ist das nun 90 jährige Waldstadion auch bei diesem Namen zu nennen und hoffen, dass dies auch in den kommenden Jahren immer wieder zu spüren und besonders auch zu hören ist. Auch in den nächsten Jahren wird es natürlich immer mal wieder Aktionen geben, die an den einzig wahren Namen unseres Stadions erinnern.

Vom Stadioninhaber wünschen wir uns, dass nach Ablauf des kommenden Vertrags über die Namensrechte am Waldstadion der Moment genutzt wird, um eine starke Marke in Frankfurt wieder zu verankern und ab diesem Zeitpunkt Waldstadion zum verpflichtenden Bestandteil des Stadionnamens werden zu lassen.

Wir bedanken uns bei allen, die unsere Aktion nach Kräften unterstützt haben und wünschen euch einen schönen letzten Spieltag zum 90. Jubiläum des Waldstadions und eine erholsame Sommerpause, bis zu unserer Saisoneröffnungsfeier am 01.08.2015 am Fanhaus Louisa.

Für immer Waldstadion!

Euer Nordwestkurve-Rat

Saisoneröffnungsfeier am 01.08.

(Hintergrundbild von Nico Trinkhaus, www.sumfinity.com)

 

Den gesamten Gewinn der diesjährigen Saisoneröffnung werden wir an das Fanhaus Louisa  spenden. Zum 10-jährigen Bestehen des Fanhauses ist ein Ausbau in Form von barrierefreien Toiletten und einer Erweiterung der Innenfläche geplant. Der Ausbau soll komplett in Eigenregie durchgeführt und durch Spenden finanziert werden.

 

Infos zur Anfahrt findet ihr unter: www.frankfurter-fanprojekt.de

Angebot Namensrecht Waldstadion

 

An die
Stadion Frankfurt Management GmbH
Betreibergesellschaft der Commerzbank-Arena
Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt am Main

und die
Commerzbank AG
z.Hd. Uwe Hellmann
60261 Frankfurt am Main



Sehr geehrte Damen und Herren,

die im letzten Jahr von uns durchgeführte Aktion RECLAIM THE NAME, die zum Ziel hatte, die Namensrechte am Frankfurter Waldstadion durch einen Lottogewinn durch Eintrachtfans zu erwerben, ist Ihnen sicherlich in Erinnerung. Schließlich zeigte sich sowohl die Bevölkerung, als auch die mediale Öffentlichkeit sehr interessiert an diesem Thema.

Leider haben wir bisher keinen Termin gefunden, um uns mit allen drei Parteien zu Gesprächen zusammenzufinden. Dies ist nun am 14.04.2015 vorgesehen. Leider wurde der Vertrag über die Namensrechte am Waldstadion bereits verlängert. Um also auch ein konkretes Thema für das anstehende Gespräch zu haben, möchten wir Ihnen das folgende Angebot unterbreiten:

Wir bieten Ihnen den Betrag von 384,20 Euro, um die Namensrechte für ein Heimspiel aus dem auslaufenden Vertrag zwischen der Stadion Frankfurt Management GmbH und der Commerzbank AG heraus zu kaufen.

Konkret für die folgende Begegnung:
Eintracht Frankfurt – Leverkusen am 23.05.2015 um 15:30 Uhr

Wir sehen dieses Spiel als besonders geeignet, da die Bezeichnung als so genannte Commerzbank-Arena im Jahr 2005 bereits ein Bundesliga-Spiel zu früh begann, wodurch die Vertragslaufzeit dann auch ein Spiel früher enden kann.
Wir sind - bei Annahme unseres Angebots - kulanter Weise sogar dazu bereit Ihnen zu erlauben den Schriftzug auf dem Dach des Stadions sowie alle anderen Beschilderungen an Ort und Stelle zu belassen.

Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass die Annahme des Angebots nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, sondern bei einer Vielzahl aller Fußballfans im In- und Ausland wohlwollend zur Kenntnis genommen würde. Trotz der Tatsache, dass man die Annahme des Angebots ungerne in eine Werbekampagne eingebunden sähe, würde die kurzzeitige Rückbenennung die öffentliche Aufmerksamkeit nicht verfehlen, wovon auch der alte und neue Namensträger profitieren würde.

Vielmehr liegt es im Interesse der Commerzbank AG, sich durch die Verwendung des Namens "Waldstadion" klar zum Standort Frankfurt zu bekennen und diesen mindestens in das Werbekonzept einzubauen. Wünschenswert wäre sogar eine Verwendung der Bezeichnung "Waldstadion" als Bestandteil des Stadionnamens. So könnte die negative Wahrnehmung des aktuellen Stadionnamens im Rhein-Main-Gebiet in einen positiveren Werbeeffekt für den Namensträger gedreht werden.

Vorstellbar sind beispielsweise folgende Modelle:
- „Sponsorenname“-Waldstadion
- „Sponsorenname“-Arena im Waldstadion (wobei die Bezeichnung als „Arena“ eher kritisch bewertet wird)

Um den Werbewert für die Stadt Frankfurt nachhaltig zu stärken, bitten wir die Stadion Frankfurt Management GmbH, nach der Laufzeit des kommenden Vertrags über die Namensrechte des Waldstadions ebendiesen traditionsreichen Namen als verpflichtenden Bestandteil des Stadionnamens festzulegen. Auch der städtische Träger sollte daran ein großes Interesse besitzen.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort zum oben stehenden Angebot und gehen gespannt in das anstehende Gespräch.


Mit freundlichen Grüßen
Der Nordwestkurve-Rat
Frankfurt am Main, den 10. April 2015

Offener Abend mit Axel Hellmann am 22.04.

 

Gude Nordwestkurve,

wir möchten Euch herzlich zu unserem Offenen Abend für alle Eintrachtfans am Mittwoch, den 22. April ab 19.00 Uhr ins Fanhaus Louisa einladen.

Die aktuelle Entwicklung im deutschen Profifußball ist in erster Linie durch den immer stärker werdenden Einfluss von zahlungskräftigen Investoren gekennzeichnet und stellt für die etablierten Traditionsclubs und deren Fanszenen eine ernsthafte Bedrohung dar. In einem zunehmend stärker werdenden Verteilungskampf stehen alle Vereine finanziell zunehmend unter Druck und mit der Frage möglicher Finanzierungsmodelle gehen natürlich auch die damit verbundenen Auswirkungen auf die jeweilige Vereins- und Fankultur einher.

Diese Themen gehen auch an unserer Fanszene nicht spurlos vorüber und wir stellen uns die Frage, wie unser Verein zu diesen Entwicklungen steht und welche Szenarien uns in Frankfurt in den nächsten Jahren erwarten werden. Aus diesem Grund haben wir Axel Hellmann eingeladen, der als Mitglied des Vorstands der Eintracht Frankfurt Fußball AG zu diesem Thema Stellung beziehen und sich der kritischen Diskussion Eurer Fragen stellen wird.

Wir hoffen, dass ihr dieses Angebot zahlreich wahrnehmt und freuen uns auf Euch!

Euer Nordwestkurve-Rat

Wahl Vereinspräsident und Nachtrag Wintergrillen

 

Hallo Eintrachtler,

wir möchten Euch an unser Wintergrillen am kommenden Samstag ab 17 Uhr im Fanhaus erinnern, zu dem ihr herzlich eingeladen seid. Leider musste Alex Schur kurzfristig absagen, da er zu einem Hallenturnier muss. Wir haben aber mit Armin Kraaz (Leiter des Fußball-Leistungszentrums) einen Ersatz gefunden, der sicherlich ebenfalls sehr interessante Einblicke in die Nachwuchsarbeit unseres Vereins geben kann. Das Gespräch mit Armin wird gegen 18 Uhr beginnen.

Außerdem möchten wir uns noch mit einem anderen anstehenden Thema an Euch wenden:
Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, wird am 25. Januar im Zuge der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt e.V. ein neuer Vereinspräsident gewählt. Wir möchten euch hiermit ein paar Hintergründe zu dieser Wahl darlegen, die (verbunden mit der allgemeinen Entwicklung in Fußball-Deutschland) eine große Bedeutung für uns als Fanszene hat. Dieser Text ist etwas länger ausgefallen, da das Thema nicht in 2 Sätzen zu fassen ist und die Tragweite einfach so enorm ist, dass sich eine eingehende Beschäftigung damit lohnt.

Mit der Wahl des Vereinspräsidenten wird eine entscheidende Weiche für die künftige Zusammensetzung des Vorstands der Eintracht Frankfurt Fußball AG gestellt. Denn: Der Vertrag von Heribert Bruchhagen als Vorstandsvorsitzenden läuft im Sommer 2016 aus. Die Frage, wer diese Position dann einnimmt und welches Gesicht der Vorstand in Zukunft hat wird im Aufsichtsrat der Fußball AG entschieden, der im Sommer diesen Jahres neu besetzt wird. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wiederum werden von den Aktionären der Fußball AG bestimmt, also auch zu einem entscheidenden Teil von Eintracht Frankfurt e.V., dem Mehrheitsaktionär. Umgekehrt gesagt: der neu gewählte Vereinspräsident nimmt gleich zu Beginn seiner Amtszeit entscheidenden Einfluss auf die Personen, die künftig über den Vorstand der AG bestimmen. Und ab hier wird es für uns spannend – aber auch gefährlich.

Der zunehmende Wettbewerbsdruck im Profifußball zwingt die Entscheider in den Vereinen vermehrt darüber nachzudenken, wie man Strukturen und Strategien im Verein so aufstellt, dass ein mittel- und langfristiges Bestehen im Profifußball erreicht werden kann. Dazu zählen neben vielen anderen Dingen auch die Fragen, wie man die für dieses Vorhaben notwendigen finanziellen Mittel sichert und wie die Entscheidungsprozesse dorthin sind bzw. wie viel Mitbestimmung der Mitgliederbasis hierbei gewünscht ist. Ihr alle kennt die Diskussionen um die Werksvereine, die Mäzene, die Schein-Aufrechterhaltung von 50+1 durch das Durchwinken von sogenannten „Vereinen“ ohne Einfluss der Mitglieder, die Diskussion um die Verteilung der Fernsehgelder und und und. Wichtige Faktoren in diesem Spiel sind natürlich auch der Einstieg von Investoren oder die Beschaffung von Mitteln über Darlehen, die mit entsprechenden Sicherheiten bedient werden, was auch Anteile an der für den Profifußball zuständigen Kapitalgesellschaft sein können und die Besitzverhältnisse dramatisch verändert. 

Wir erleben in Deutschland gerade die ersten gravierenden strukturellen Auswirkungen dieser Entwicklung auf gewachsene Fanszenen. Hier muss man vor allem die beiden Beispiele Hannover 96 und Hamburger SV aufführen, bei denen sich die aktive Fanszene vom Profifußball abgewendet hat, weil sie sich entweder über Jahre im Kampf um Faninteressen mit einem Vereinspräsidenten aufgerieben hat und nur noch zu den Amateuren geht, oder aber dem Verein aufgrund der strukturellen Entwicklung komplett den Rücken kehrt und kurzerhand einen neuen Verein gründet. In beiden Fällen hat die aktive Fanszene vor den handelnden Personen und deren Einfluss in den Vereinen kapituliert. Das Ergebnis können wir nun Woche für Woche in den Stadien erleben (oder auch nicht-erleben) – ein Elend, wenn man sich vorstellt, dass uns das irgendwann auch blühen kann und dieses Szenario mitnichten unwahrscheinlich ist.

Wir wollen, dass es unter keinen Umständen auch in Frankfurt zu dieser Entwicklung kommt! Daher gilt es, diese Auswüchse mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern bzw. sicherzustellen, dass sich die Dinge in unserem Sinn entwickeln und unsere Eintracht die Fanszene behält, die sie verdient und die sie ausmacht.

Das ist jedoch nur möglich, wenn wir handelnde Personen im Verein und der Fußball AG haben, bei denen wir sicher sein können, dass diese im Sinne der Interessen der aktiven Fanszene handeln und mit denen ein konstruktiver Dialog möglich ist. Nur dann können wir unsere außergewöhnliche Fanszene auch noch in 5 Jahren aufrecht erhalten und müssen uns nicht entweder einem anderen Hobby zuwenden, ausschließlich die Spiele der U19 unterstützen oder uns einen neuen Verein aufbauen.

Wir haben es in Frankfurt in den letzten Jahren geschafft eine Situation zu erreichen, in der Fans sich im Rahmen der generellen Entwicklung so gut wie möglich wiederfinden können. Uns muss jedoch auch bewusst sein, dass dies kein natürlicher Zustand ist, sondern entscheidend von den Personen abhängt, die dafür verantwortlich sind. Und hierzu gehören neben den Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt e.V. in erster Linie der Vorstand der Fußball AG, der unser Ansprechpartner ist und mit dem ein konstruktives Arbeiten möglich sein muss.

Wir haben mit unserer Stimme am 25. Januar also einiges in der Hand, was für unsere Zukunft als Fanszene von grundlegender Bedeutung ist!

Daher möchten wir allen stimmberechtigten Vereinsmitgliedern unter euch nachdrücklich ans Herz legen, euch mit den beiden Kandidaten und den jeweils hinter ihnen stehenden Personen eingehend zu beschäftigen, euch über deren Interessen zu informieren, mit kundigen Leuten aus der aktiven Szene zu sprechen, am 25. Januar euren Hintern hoch zu bekommen und genau hinzuhören, wem ihr eure Stimme gebt. Sicherlich werdet ihr auch bei unserem Wintergrillen am 17. Januar ausreichend Gelegenheit zur Meinungsbildung haben. 

Für die Zukunft unserer lebendigen und emotionalen Fanszene,
Euer Nordwestkurve-Rat