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Nordwestkurve Frankfurt zum Spiel in Magdeburg

 

In der hitzigen Diskussion um das Spiel in Magdeburg, möchten wir auf bereits frühere Äußerungen des Nordwestkurve-Rats hinweisen, in denen wir uns zum Thema Pyrotechnik klar geäußert haben.

Bei allen unterschiedlichen Meinungen in unserer Fanszene und damit auch innerhalb des Nordwestkurve-Rats, war unser Grundkonsens immer, dass Pyrotechnik ein optisches Stilmittel der Fußballatmosphäre ist und in kontrollierter Art und Weise Verwendung finden darf. Böller und Raketen wurden dabei stets als unkontrollierbar angesehen und dementsprechend auch abgelehnt.

Das gezielte Abschießen in andere Stadionbereiche steht selbstverständlich weit außerhalb dieses Konsens, weit außerhalb jeder Diskussionsgrundlage.

Wir verurteilen daher das Abschießen von Raketen in den Magdeburger Nachbarblock scharf. So etwas darf nicht wieder passieren! Bei allen Emotionen und Rivalitäten müssen Grenzen gewahrt bleiben.

Ohne das Geschehene auch nur ansatzweise relativeren zu wollen, möchten wir dennoch auch hinterfragen, wie es in das Sicherheitskonzept eines solchen Spiels passt, wenn sich im Nebenblock des Gästeblocks mehrere Hundert Hooligans verschiedener Vereine versammeln, mit dem einzigen Ziel, die Eintracht-Fans zu provozieren.

Unsre Fans wurden schon beim Betreten des Blocks mit rassistischen Sprechchören wie „Eintracht Frankfurt, Jude Jude Jude!“ begrüßt und mit verschiedenen Gegenständen, u.a. mit Batterien, beworfen. Weder das Auslegen einer Reichkriegsfahne, noch das Zeigen von Hitlergrüßen oder weitere rechtsradikale Äußerungen wurden versucht zu unterbinden. Die entsprechenden Personen besaßen dazu bemerkenswerte Bewegungs- und Handlungsfreiheiten.

 

Noch einmal:

Dies alles rechtfertigt keinesfalls den Beschuss des Blocks mit Leuchtspurmunition, darf aber bei der Betrachtung der Vorkommnisse trotzdem nicht völlig unbeachtet bleiben.

Wir werden fanszeneintern in den kommenden Wochen intensive Gespräche führen und die Vorkommnisse aufarbeiten. Dies ist in unseren Augen weiterhin, im Gegensatz zu von außen verhängten Kollektivstrafen, der einzig sinnvolle und erfolgsversprechende Weg, um zu erreichen, dass sich der Einsatz von Pyrotechnik als Waffe nicht wiederholt. Und nur so schaffen wir es auch weiterhin als Fanszene zusammenzuhalten und uns nicht spalten zu lassen.

Der Nordwestkurve-Rat

Stadt Darmstadt scheitert mit Rechtsbeugung! DFB-Strafsystem am Ende!

 

Gleich zu Beginn: Die Aufhebung der absurden und der allgemeinen Rechtsprechung Hohn lachenden Allgemeinverfügung ist dem Engagement der Eintracht-Fans zu verdanken, welche über 900 Eilanträge vorbereitet hatten, einige Hundert bereits einreichten. Jedoch ist es ein Skandal, dass dies überhaupt nötig war, um Anspruch auf Grundrechte zu erlangen. Bürgermeister Reißer, der offenbar in Größenwahn verfiel und der Meinung war, er stünde als Bürgermeister Darmstadts über dem Gesetz, musste am Ende die Reißleine ziehen.
Die Aufrechterhaltung der Verfügung hätte die Stadt Darmstadt am Ende wohl deutlich über 300.000 Euro kosten können, was wohl der eigentliche Grund für die Rücknahme der Verfügung gewesen war. Die Politik und Bevölkerung Darmstadts sollten sich vielleicht überlegen, ob sie einen Bürgermeister möchten, der von unserem Rechtsstaat offenbar nicht sonderlich viel hält und dabei noch die Stadtfinanzen erheblich gefährdet. Vielleicht wäre ein demokratisch denkender Bürgermeister doch die bessere Wahl?!
Wir bedanken uns bei allen Eintracht-Fans, die gegen diesen offensichtlichen Schwachsinn vorgegangen sind! Durch Sippenhaft verschärft sich die Sicherheitslage noch. Diese ist und bleibt bei einem Derby nicht mehr und nicht weniger angespannt, auch wenn man Zehntausende Fans staatlicher Willkür ausliefert.

Das Vorgehen der offenbar extrem unerfahrenen und völlig dilettantisch handelnden Sicherheitsträger im Vorfeld des Spiels war offensichtlich eine Katastrophe.
Hier ist man offenbar der eigenen Panik und Hysterie verfallen. Überdies hatten beispielsweise die völlig unbedarfte und in Sicherheitsfragen rund um ein Fußballspiel überforderte Einsatzleitung der Polizei sowie die Stadt Darmstadt im Vorfeld nicht das Gespräch mit Vertretern von Eintracht Frankfurt gesucht und noch weniger deren Verantwortliche im Vorfeld von der sinnfreien Entscheidung informiert. Wieso ein Mensch wie Einsatzleiter Denninger die Verantwortung über ganze Polizeieinheiten tragen darf, muss man sich nach seinen Äußerungen zur Erkennung von Eintracht-Fans auch fragen. Diese zeugen nämlich von einem Welt- und Menschenbild, welches in einem Rechtsstaat ebenso wenig beheimatet ist, wie das Handeln der Stadt Darmstadt.

Gefußt hatte die unsägliche Maßnahme letztlich auf dem unsinnigen Urteil eines selbstherrlichen Verbandes und seinem kontraproduktiven Strafsystem. Der DFB sieht es nach wie vor als geeignetes Mittel an, die Verfehlungen einzelner Personen durch die Bestrafung tausender Fans zu ahnden. Dies geschieht nicht nur ohne die vorige juristische Beurteilung der jeweiligen Vorfälle, sondern gänzlich nach eigenem Ermessen und ohne jegliche juristische Grundlage und eine neutrale Kontrollinstanz. Und das, obwohl der DFB bereits 2012 das kollektive Ausgrenzen von Zuschauern als kein probates Mittel mehr betrachtete, wie der DFB-Vizepräsident Rainer Koch nach dem Spiel von Eintracht Frankfurt bei Union Berlin öffentlich äußerte.

Von Seiten des DFB sind wir es gewohnt, dass gesetzlich nicht strafbare oder nur gering strafbare Handlungen willkürlich und drakonisch bestraft werden, da diese nach der jeweiligen Stadionordnung verboten sind. Dass nun auch Sicherheitsorgane sowie städtische Vertreter Kollektivstrafen und Sippenhaft für ein geeignetes Mittel halten und nur durch einen Gerichtsbeschluss belehrt werden, dass das unter Generalverdacht stellen von tausenden Fußballfans rechtswidrig ist, um den Vorgaben eines fragwürdig handelnden Verbandes Folge zu leisten, bleibt nichts anderes als ein handfester Skandal. Wieso denken staatliche Organisationen, die irrsinnige Straflogik des DFB mit ihren Maßnahmen umsetzen und sogar noch legitimieren zu müssen?
Nach aktuellem Stand ist das absurde DFB-Strafsystem von Kollektivstrafen, Sippenhaft und Generalverdacht völlig am Ende und katastrophal gescheitert. Der Beweis, dass die Sicherheitslage eines Derbys dadurch keinesfalls verbessert, eher verschlimmert wird, wurde nicht zum ersten Mal erbracht. Der DFB scheint sich damit aber vielleicht sogar zufrieden zu geben, er verschiebt die Probleme ja nur in den öffentlichen Raum, denn dort sind sie nicht mehr sein Problem und man kann sich gemütlich zurücklehnen und sein Premiumprodukt im TV genießen. Deutlicher als dieser Tage war es nie. Das auf Sippenhaft beruhende Strafsystem des DFB bringt nur noch mehr Fußballfans gegen den korrupten Verband auf und fördert in keiner Weise die Ermittlung wirklicher Täter. Kurz gesagt: Das DFB Strafensystem ist endgültig am Ende und sollte umgehend nach rechtsstaatlichen Grundsätzen reformiert werden!

Nordwestkurve Frankfurt zu den Betretungsverboten für Eintrachtfans in Darmstadt

 

Wir kritisieren die angekündigte Allgemeinverfügung scharf und halten diese für unverhältnismäßig und mit rechtstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar.
Zum einen basiert sie auf einer aus dem willkürlichen Verbandsstrafsystem des DFB herrührenden Schließung des Gästeblocks, mit der eine in Kauf genommene Wettbewerbsverzerrung im Abstiegskampf einhergeht. Zum anderen stellt sie Eintrachtfans unter Generalverdacht, die damit in ihrer Gesamtheit in Sippenhaft genommen werden. Tausende Eintrachtfans, selbst wenn sie in Darmstadt wohnen, laufen Gefahr, Opfer willkürlicher Maßnahmen zu werden. Insbesondere die Äußerungen des Einsatzleiters Bernd Denninger, man erkenne Eintrachtfans am „Äußeren und am Verhalten“, zeigen eine krude Weltsicht, welche sich in einem demokratischen Rechtsstaat verbittet. Wenn Personen mit derartigen Einstellungen verantwortlich für das Verhalten der eingesetzten Polizisten sind, kann es jedem Einwohner Darmstadts nur davor grauen, am Samstag die Straße zu betreten, was ganz sicher nicht zur Deeskalation der Situation beiträgt.
Die ausgerufenen Maßnahmen zeugen von einer absurden Hysterie, welche die eigene Überforderung sowie die eigene Unfähigkeit, ein angemessenes und verhältnismäßiges Sicherheitskonzept zu entwickeln, überdecken soll.

Wir werden uns hierzu im Fortgang der Diskussion erneut äußern.

Der Nordwestkurve-Rat

Ihr macht unseren Sport kaputt!


Hallo DFB und DFL,

seit dieser Woche ist klar: Es wird ab der kommenden Saison Montagsspiele in der ersten Bundesliga geben. Zwar "nur" fünf Stück, und laut euren Beteuerungen nur wegen der Belastung für deutsche Europapokalteilnehmer, und mehr als fünf sollen es auch nie werden. Aber euch glaubt niemand mehr.
Denn ihr seid seit längerem dabei, den bezahlten Fußball, so wie er zu einem Erfolgsmodell wurde, zu zerstören.
Was viel interessanter sein dürfte für euch und eure Geschäftspartner: Damit vernichtet ihr das Alleinstellungsmerkmal der Bundesliga in Deutschland, und damit leidet die Renditefähigkeit eures Premiumprodukts.
Vermutlich ist das die einzige Sprache, die ihr versteht. Schließlich ist Raubtierkapitalismus, grenzenlose Gier und Absatz- und Vermarktungsmöglichkeiten zu sondieren, euer Kerngeschäft.

Der DFB verhängt aufgrund von Verfehlungen einzelner Personen Kollektivstrafen für Gruppen, Besucher einzelner Blöcke, ganzer Kurven sowie kompletter Stadien.
Eine Art der Bestrafung, die jedem gesunden Rechtsempfinden Hohn lacht. Und eine Bestrafung, die keiner rechtlichen Grundlage folgt, nur der selbstherrlichen Willkür und dem Gutdünken eines allmächtigen Verbandes, der schon lange den Kontakt zur Basis - zu den Fans - verloren hat.
Ganz davon abgesehen, dass das kollektive Ausgrenzen von Zuschauern vom DFB selbst als kein probates Mittel mehr angesehen wird, und wie 2012 nach dem Spiel von Eintracht Frankfurt bei Union Berlin von dem damaligen Vizepräsidenten Rainer Koch, öffentlich geäußert wurde.

Die DFL arbeitet beharrlich daran, dem aktiven Fan, der seine Mannschaft auswärts sehen möchte, diese Fahrten so unangenehm und schwierig wie irgend möglich zu machen.
Kurzfristige Spielansetzungen, die die Fahrten zu erschwinglichen Preisen sowie Terminplanungen massiv erschweren.
Der schleichende Tod der Kernspielzeit samstags um 15:30 Uhr, gipfelnd in der Anstoßzeit montags um 20:30 Uhr. Ein Spieltermin, der sich anfühlt, als bekäme man von der DFL und ihren Vermarktungspartnern, allen voran dem offiziellen Partner Sky, ins Gesicht gespuckt.

Dazu kommt die immer größere Gier ohnehin schon finanziell überlegener Clubs, die die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander gehen lässt und die immer weniger vorhandene Solidarität in der Liga, die bereits jetzt zu gepflegter Langeweile im Meisterschaftskampf und einem eklatanten Mangel an Perspektive für immer mehr Clubs führt.
Der Vorschlag, Setzlisten einzuführen oder die immer mal wiederkehrende "Drohung" der Superliga passen ins Bild.
Auch, dass ernsthaft darüber diskutiert wird, ein Bundesligaspiel von Borussia Dortmund bereits in dieser Saison auf einen Montag zu legen, um der Mannschaft eine größere Zeitspanne zu ihrem davor stattfindenden Europa League Spiel einzuräumen, ohne Rücksicht darauf, dass dies eine Wettbewerbsverzerrung in der Bundesliga mit sich bringen würde, zeigt wie die "großen Vereine" protegiert werden (sollen).

Weiterhin gesellen sich mehr und mehr Vereine hinzu, die nicht mehr nach demokratischen Prinzipien geführt werden und in denen Mitglieder mitbestimmen dürfen, sondern wo von Investoren gebildete, autokratische Strukturen herrschen.
Oder viel einfacher, es handelt sich um seelenlose Gebilde, deren Mannschaften schlicht Marketingprodukte von global agierenden und milliardenschweren Konzernen sind.

Sollte diese Entwicklung nicht gestoppt werden, werden sich die Verantwortlichen bei DFL und DFB spätestens mittelfristig den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen.
Denn schon jetzt wirkt der Hype überhöht, gehen Zuschauerzahlen an vielen Standorten zurück, sind die Stadien weniger stimmungsvoll, fühlen sich Fans kriminalisiert und stigmatisiert und mehr und mehr entfremdet vom aktuellen Profifußball.

Der letzte bei Hoffenheim gegen Wolfsburg macht dann das Licht aus.

Bewusste Provokation und massive Polizeigewalt am Düsseldorfer Hauptbahnhof

 

Am Samstagabend kam es im Düsseldorfer Hauptbahnhof zu einem massiven Zusammenstoß zwischen Eintracht-Fans und einer berüchtigten BFE-Einheit aus Sankt Augustin.

Bereits seit den frühen Morgenstunden fuhren einige Hundert Eintracht-Fans mit Regelzügen nach Mönchengladbach, die Atmosphäre war ruhig und entspannt. Nach dem Spiel wurden die Fans von der besagten Einheit begleitet, bereits im Regelzug von Rheydt nach Düsseldorf zeigten sich einige Polizisten äußerst aggressiv und provokant. Auf dem Hinweg gab es keine Begleitung durch Polizeikräfte, entsprechend auch keine Gewalt oder bedrohliche Stimmung.

Beim Umstieg in Düsseldorf gab es, auch durch eine Zugverspätung, einen gewissen Aufenthalt. Teile der Fans gingen bereits zum Gleis, andere versorgten sich mit Getränken, oder gingen nochmal auf den Bahnhofsvorplatz. Die Situation war auch hier entspannt, gegnerische Fans waren ebenfalls nicht vor Ort.

Zur Eskalation kam es dadurch, dass sich ein gewisser Teil der Fans schon auf dem Gleis befand, eine größere Gruppe jedoch noch in der Bahnhofshalle verweilte. Aus unverständlichen Gründen wurde diese Gruppe nicht zum Gleis zu den wartenden Fans gelassen, der Aufgang wurde stattdessen unsinnigerweise durch eine Polizeikette versperrt. Gleichzeitig liefen weitere Polizisten von hinten an die Gruppe heran und drängten sie in Richtung des versperrten Aufgangs. Es entstand eine unvermeidliche Drucksituation, die Stimmung heizte sich auf und binnen Sekunden fingen die Polizisten an, mit Knüppeln auf die Fans einzuschlagen. Es kann nur von einer gewollten und bewusst herbeigeführten Eskalation gesprochen werden. Auch Augenzeugenberichte von Personen, die mitbekamen, wie sich die Einheit für den Einsatz "einstimmte", legen dies nah.

Die Situation schien sich zunächst wieder etwas zu beruhigen, doch die Polizisten blieben weiterhin beleidigend und provozierend. Wenige Minuten später öffneten sie die irrsinnige Absperrung und die Fans konnten zu den wartenden Fans. Als die Fangruppe sich nach oben begab, kam es zu Wortgefechten zum Sinn der Maßnahme, welche in einem weiteren Gewaltexzess der Polizisten gipfelte: Fans lagen am Boden und wurden abgeschirmt brutal verprügelt, so dass der Boden des Bahnhofs übersät war mit Blutspuren. Die Polizisten trieben die Fans die Treppe nach oben, wobei es dann auch zu massiven Reaktionen der Eintracht-Fans kam. Dieser Teilausschnitt der Vorfälle findet sich dann auch in den Polizeiberichten wieder. Im Bereich des Aufgangs zum Gleis sowie im Gleisbereich spielten sich nun Jagd- und Prügelszenen ab.

Einige Polizisten äußerten offen ihre Freude an Faust- und Knüppelschlägen. Im Schutze der fehlenden Kennzeichnung sowie der Sturmhauben konnte sich diese Einheit, nicht zum ersten Mal, in einen wahren Gewaltrausch steigern. Letzten Endes wichen die Fans zurück und die Polizei positionierte sich auf dem Gleis. Der nun ankommende Zug wurde bestiegen und die Polizei begleitete diesen.

Im Zug setzten sich die Provokationen weiter fort. Einzelne Gruppen junger Polizisten liefen immer wieder durch den Zug, beleidigten und provozierten Eintracht-Fans, bedrohten sie mit Schlägen und nutzen verbale Reaktionen, um diese sofort anzuzeigen. Dies wurde durch einige junge Beamte offen geäußert, die durch den Zug liefen und Dinge von sich gaben wie „Wir finden schon noch ein paar Dumme, die sich anzeigen lassen“. Hierbei kam es zu teils massiven Übergriffen auf Fans. Sogar Fans, die andere Verbindungen genommen hatten und – beispielsweise in Köln – in diesen Zug einsteigen wollten, wurden mit Worten wie „Komm ruhig rein, dann kann ich dir gleich in die Fresse hauen“ begrüßt. Sogar ein Mitarbeiter des Frankfurter Fanprojekts wurde bei seinen Vermittlungsversuchen durch die Einsatzkräfte verletzt. Diese für ihre skrupellose Gewalttätigkeit berüchtigte Einheit fiel nicht zum ersten Mal negativ auf.

Anzeigen gegen Polizisten werden leider als das angesehen, was sie sind: aussichtslos. Da die Pressemeldung der Polizei, wie gewohnt, nur dazu dient, das polizeiliche Fehlverhalten zu rechtfertigen, sehen wir uns gezwungen, uns dazu zu äußern. Wir sind uns dabei bewusst, dass dies nichts ändern wird, weder wird Kritik an Polizeieinsätzen als gerechtfertigt angesehen, noch wird dem im Regelfall geglaubt. Zu einer Änderung des polizeilichen Verhaltens wird es natürlich nicht kommen, da an dieser Stelle keine Fehlerkultur herrscht, sondern ein absurder und undemokratischer Korpsgeist. Unterstützt wird dies durch Lobbyisten aus Politik und Polizeigewerkschaften, die immer wieder ernsthaft behaupten, die geringe Verurteilungsquote deutscher Polizisten bei Anzeigen sei ein Beweis für deren gute Arbeit. Diese Handhabung befördert, nicht nur bei Fußballfans, ein Klima der Ablehnung, des Hasses und provoziert Gewalt. Vorfälle wie der am Wochenende konterkarieren ebenso jegliche Versuche einer zielgerichteten Fanarbeit, welche Gewaltprävention zum Ziel hat.

Diese völlig unnötige und gewollte Eskalation lässt uns ratlos zurück, da wir eine weitere Abgrenzung der Fußballfans von der Polizei sehen.

Zweifellos kam es in Folge der gewollten Eskalation auch zu Gewalt der Fans. Im Zuge der einseitigen Berichterstattung der Polizeipresse und der Ausmaße dieses Vorfalls wäre es jedoch völlig grotesk, diese Reaktionen in einem besonderen Maße anzuprangern; so wie die bundesweiten Fanorganisation immer wieder versuchen auch selbstkritisch zu argumentieren, leider exklusiv.

Da gewalttätige Polizisten grundsätzlich gedeckt werden und die Gewalt einiger Einheiten eine selbstverständliche Systematik erreicht hat, können wir nichts tun, als dies anzuprangern und vor einem weiteren Aufschaukeln der Situation mit einem erheblichen Anstieg der Ablehnung des Hasses gegenüber der Polizei zu warnen. Wir sind nicht so blauäugig, zu fordern, dass die Voraussetzungen für faire Ermittlungen gegen gewalttätige Polizisten endlich geschaffen werden, dies ist ein Kampf gegen Windmühlen, dabei wäre es eine echte Chance das verlorenengegangene Vertrauen in der Bevölkerung ein Stück weit zu erneuern.

Das Auftreten dieser Einheit erinnerte an längst überwunden geglaubte Formen paramilitärischer Kampforganisationen, die auf eine besonders perverse Art und Weise ihre Macht ausnutzen. Das Gefühl der Hilflosigkeit, mit dem dieser Einsatz die Fans zurückließ, der Gewalt ausgeliefert zu sein, ohne dagegen vorgehen zu können, macht uns große Sorgen. Uns wundert die absurde Berichterstattung der Polizeipresse nicht einmal mehr, wir erwarten kein Schuldeingeständnis, nicht einmal eine minimale Geste. Derartige Einheiten werden weiterhin gedeckt und durch die fehlende Fehlerkultur in ihrem Tun bestärkt. Das resultierende Klima wird es jedoch sein, welches die Arbeit für eine positiv besetzte Fankultur maßgeblich erschwert.

Der Nordwestkurve-Rat am 17.03.2016

Mitgliedschaft & Wintergrillen 2016

 

Gude Nordwestkurve,

hiermit laden wir Euch zu unserer ersten Veranstaltung im neuen Jahr ein: dem Wintergrillen im Fanhaus Louisa am 16. Januar 2016 ab 16 Uhr.

Als besondere Gäste begrüßen wir diesmal Manni Binz und Ervin Skela. Wir sind gespannt darauf, was die Beiden zu erzählen haben. Das Wintergrillen wird gleichzeitig die offizielle Wiedereröffnung des Fanhaus Louisa nach dem Umbau sein.

Ihr könnt Euch an diesem Tag auch erstmalig die neue Jahresmitgliedschaft für 2016 sichern. Für die aktive Fanszene sollte es obligatorisch sein, sich diese Mitgliedschaft zu sichern. Ihr habt dadurch keinerlei Verpflichtungen, die Kosten sind überschaubar, ihr unterstützt die Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Fanszene, die Vertretung Eurer Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und der relevanten Institutionen und ihr habt die Möglichkeit mit zu bestimmen, wer Eure Vertreter sind. Es gibt zwar keine Ermäßigung auf Fanartikel oder Eintrittskarten, dafür eine gehörige Portion Einfluss auf die Entwicklung der Rahmenbedingungen für unsere Fanszene in einem Umfeld, das gerade jetzt wieder von Innenministern und anderen fragwürdigen Gestalten geprägt wird.
Der Preis bleibt unverändert bei 5 Euro und Ihr erhaltet dieses Jahr einen schicken Aufnäher dazu.

Ab dem ersten Heimspiel der Rückrunde könnt Ihr wie gewohnt am FuFA-Stand vor Block 32 und am Container die Jahresmitgliedschaft 2016 erwerben.

Wie in den letzten Jahren bieten wir auch wieder eine Anmeldung per Email an. Wer dies in Anspruch nehmen möchte, sendet bitte den ausgefüllten und unterschrieben Antrag an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  und überweist parallel 7 Euro (Beitrag zzgl. Material- und Portokosten) auf folgendes Konto:

Nordwestkurve Frankfurt e.V.
IBAN: DE53 5105 0015 0140 2733 43
Verwendungszweck: Mitgliedschaft 2016

Ihr erhaltet Euren Ausweis und Euren Aufnäher dann per Post nach Zahlungseingang.


Wir hoffen ihr seid gut ins neue Jahr gekommen. Wir sehen uns am 16. Januar 2016 im Fanhaus Louisa!


Euer Nordwestkurve-Rat

Zur Sicherheitsdebatte im Deutschen Fußball

 

Hallo Deutschland,

es ist mal wieder soweit: wir haben ein Gewaltproblem. Ein Gewaltproblem im deutschen Fußball. Ein großes Gewaltproblem, das uns Angst macht. Ein Gewaltproblem, das eine Gefahr für die innere Sicherheit darstellt. Erst recht vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Ereignisse.

Die Attentate von Paris am 13. November werden in diesen Tagen hastig instrumentalisiert, um die vom Grundgesetz garantierten Rechte, die auch für Fußballfans gültig sind und ohnehin schon seit Jahren beschnitten werden, weiter auszuhöhlen. Ein Teil der Attentate galt einem Fußballspiel - das muss genügen, um einen kausalen Zusammenhang zum Terrorismus zu konstruieren.

Es sind nicht nur die bekannten Hardliner, die nun erneut fordern, die Stadien in totale Sicherheitszonen zu wandeln. Auch zahlreiche Vereinsvertreter melden sich im gleichen Tenor zu Wort. Zu den beliebtesten Forderungen zählen u.a. personalisierte Eintrittskarten, Stadionzutritt per Fingerabdruck und Nacktscanner. Von vielen Seiten wird die Angst vor neuen Anschlägen als Vorwand genommen, um die Einführung weiterer Repressionen voranzutreiben. Der Fußball scheint dabei der Feldversuch zu sein, der die Ausweitung in weitere gesellschaftliche Bereiche nach sich ziehen könnte. Zumal die Zustimmung in der Bevölkerung für alles, was im Namen der "Sicherheit" durchgeführt wird, größer denn je ist.

Eine Forderung, wie von Rudi Völler geäußert, nach einer Fankarte nach italienischem Vorbild zeugt vielleicht in gewisser Weise von Hilflosigkeit, die man in solchen Tagen verstehen kann. Dämlich und nicht durchdacht bleiben solche Vorschläge dennoch. Ganz zu schweigen von den üblichen Polizeigewerkschaftern, die auf schäbigste Art und Weise die aktuell für sie günstige Situation für ihre Lobbyarbeit ausnutzen. Uns ist es nach wie vor unverständlich welcher ernstzunehmende Journalist Rainer Wendt und Co. als substanzielle Gesprächspartner in einem Rechtsstaat ansieht, so ganz neu ist dies aber natürlich nicht.
Allen Vorschlägen ist jedoch eins gemein, die wirkliche Wirksamkeit der Maßnahmen ist kaum gegeben. 

Gewissen Funktionären scheint es aber nicht wirklich um die Sache zu gehen, sondern um die Chance ihre kruden Maßnahmen endlich durchsetzen zu können. Dass nach solch einem Spiel wie in Paris niemand im Stadion mit Böllern um sich werfen wird, ist selbstverständlich, dazu braucht es auch keine verlogenen Appelle gewisser Institutionen. Es ist dagegen fast schon widerlich, wie man die Anschläge für den eigenen Kampf gegen Pyrotechnik insgesamt instrumentalisieren will.


Frankreich macht vor, wie es geht: Die breite Mehrheit der Bevölkerung ist willens und bereit, für vermeintliche Sicherheit eigentlich unveräußerliche Bürger- und Freiheitsrechte aufzugeben. Das französische Innenministerium hat jetzt ein Verbot für Gästefans bei Fußballspielen der ersten beiden Ligen, beim nationalen Pokal sowie dem Europapokal erlassen, das bis Mitte Dezember gültig sein wird. Begründet wird dies damit, dass Polizeikräfte an anderen Stellen benötigt werden. Der Aufschrei in der Bevölkerung hält sich in Grenzen.

Wir befürchten, dass dies ein Vorbild für die Scharfmacher hierzulande sein wird: Spätestens jetzt bietet sich die Chance, zusätzlich zu den bereits erfolgten Einschränkungen insbesondere für Gästefans (u.a. Reduzierung der Kartenkontingente, vorgegebene Anfahrtswege und -zeiten oder Aufenthaltsverbote), das „Problem“ Fußballfans entscheidend in den Griff zu bekommen, indem man Anhängern der auswärtigen Mannschaft einfach den Besuch untersagt. Am Wochenende nach den Anschlägen von Paris hat es gleich fünf von neun Fanszenen getroffen, die ihre Mannschaft zu einem Spiel der ersten Bundesliga begleiten wollten. Fans aus Dortmund, München, Hannover, Mainz und Bremen kamen entweder nicht am Zielort an, wurden dort nicht in Stadion gelassen oder hatten im Inneren massive Probleme mit den Sicherheitskräften. Das Beispiel Bremen zeigt die drohende Gefahr am deutlichsten: Dort hatten es einige Fans gewagt, ohne Fahrschein nach Wolfsburg zu fahren. 

Stadien sind Orte, an denen sich viele tausend Menschen treffen, um ihre Freiheit auszuleben. Um Freude und Trauer zu teilen, um Leidenschaft zum Ausdruck zu bringen, um in bunter Vielfalt das Leben und die Liebe zum Verein miteinander lautstark und lebendig zu feiern.

Die Freiheit und die Vielfalt in den Fankurven darf nicht einer vermeintlichen Sicherheit geopfert werden. Wir dürfen die Kreativität, die Lautstärke, die Buntheit und die Leidenschaft der Fans nicht zugunsten des Fetischs einer falsch verstandenen und trügerischen Sicherheit, die es niemals geben kann, zu Grabe tragen. Und niemals dürfen wir uns unserer (derzeit wieder viel beschworenen) „Werte“ entledigen. Sicherheit kann niemals ein Ersatz für Freiheit sein.

Wir fordern, dass die Funktionäre und Verbände nach den eigenen Appellen handeln: Das Leben weiterleben und nicht aufgrund einer bestehenden Gefahr zu ändern. Das sind nichts als leere Worthülsen, wenn man sich mit eigenen absurden Maßnahmen ad absurdum führt. Wendet alle rechtsstaatlichen Maßnahmen an, die es für solche Fälle gibt, aber schränkt nicht die Grundsätze ein, die uns derzeit noch positiv von anderen Staatsformen abheben, euer Streben in diese Richtung macht den deutschen Fanszenen zu Recht große Sorgen.


Der Nordwestkurve-Rat
im November 2015

Neuer Nordwestkurve-Rat gewählt

 

Im Rahmen unserer gestrigen Mitgliederversammlung fand die Wahl zum neuen Nordwestkurve-Rat statt, dem in den nächsten 12 Monaten folgende Personen angehören:

1. John (EFC Alte Liebe)
2. Donna (Fanbetreuung e.V.)
3. Fabian (Ultras Frankfurt)
4. Alex (EFC Äppelwoi)
5. Birgit (Fan- und Förderabteilung)
6. Ruth (Bembelbar/Geiselgangster)
7. Andreas (Fanbetreuung e.V.)
8. Mathias (EFC Per Sempre)
9. Johannes (EFC Frankfurter Niveau)
10. Henning (Fan- und Förderabteilung)
11. Dominik (Ultras Frankfurt)

 

 

 

Offener Brief an den FC Ingolstadt - Nordwestkurve Frankfurt gibt Tipps in Fanfragen

 

Lieber FC Ingolstadt,

wir möchten euch zuerst einmal in der Bundesliga begrüßen. Man kann euch, als Verein des VW-Konzerns, sicherlich nicht unbedingt als kleinen Verein bezeichnen. Als einer der 14 Vereine, die der VW-Konzern in den ersten beiden Ligen unterstützt, könnt ihr euch sicherlich heimisch fühlen. Unsere Niederlage in Ingolstadt war so schmerzlich wie verdient, so schmerzlich wie Niederlagen nun mal sind. Ihr habt nun einen tollen Start hingelegt und habt große Chancen die Klasse zu halten. Aber es soll heute nicht um die sportlichen Aspekte des Tages gehen.

Vielmehr möchten wir euch, als große und aktive Fanszene, ein paar Ratschläge geben. Sportlicher Erfolg ist nämlich nicht immer alles. In Fragen der Fankultur und speziell bei sicherheitsrelevanten Fragen, solltet ihr euch ab und an dann doch mal den Spiegel vorhalten. Ihr seid noch immer „nur“ der FC Ingolstadt. Eure Fans, die sich vielleicht irgendwann mal zu einer richtigen Fanszene formen werden, sind für jeden großen, traditionsreichen Verein völlig uninteressant. Weder besteht dort eine Rivalität, noch irgendeine Absicht zu Gewalttätigkeit. Das klingt nun vielleicht ein wenig arrogant, aber es ist nun mal so.

Leider beobachtet man immer wieder, dass kleine oder unerfahrene Vereine bei Spielen gegen die "gefährlichen Vereine" in einen peinlichen Wahn verfallen. Das liegt im Regelfall irgendwo zwischen Unkenntnis, Panik und heimlicher Großmannssucht. Nicht nur in der Liga, auch im DFB-Pokal nimmt man solche Dinge oft wahr. Ein großer Verein kommt und diese Vereine werden panisch! Offenbar denken sie, es drohen Szenen, die sie aus der übertriebenen Berichterstattung um das letzte Derby des Gastes kennen. Insgeheim spielt aber auch immer ein wenig heimliche Freude mit, eine Profilneurose, endlich mal im großen Fußballgeschäft mitspielen zu dürfen. Endlich kann man im Sicherheitsbereich mal richtig auffahren, sich beweisen. Und das geht natürlich nur mit harter Hand und den großen Kanonen. So mancher Einsatzleiter und Sicherheitsbeauftragter freut sich nun endlich mal einen großen Einsatz leiten zu dürfen. Aber liebe kleine Vereine: Ihr seid noch immer die FV Illertissens und FC Ingolstadts dieser Welt. Euch droht gar nichts!
Die Fans der großen Vereine wollen einfach nur ihre Mannschaft unterstützen, vielleicht mal ein neues Stadion sehen und schnellstmöglich wieder verschwinden.

Eines solltet ihr Wissen: So wie ihr ein Spiel betrachtet und angeht, so geht es auch vonstatten. Warum man zu einem Spiel, wie am vergangenen Wochenende, Hundertschaften des berüchtigten USKs ankarren muss, verstehe wer will. Dass diese sich gerne verhalten wie die buchstäbliche Axt im Wald und in anderen Staatsformen eindeutig besser aufgehoben wären, ist nun keine Neuigkeit. Redet man diesen „jungen, motivierten“ Einsatzkräften noch ein, dass da nun ein Risikospiel stattfindet, verhalten sie sich nicht unbedingt entspannter. Provozierte Auseinandersetzungen sind die Folge solcher Polizeitaktiken. Die Quote eines völlig unsinnigen Einsatzes scheint wohl erfüllt werden zu müssen, das zeigt schon die Zahl angeblicher Beleidigungsdelikte. Die Presse springt auf derartige Schlagzeilen in der Polizeipresse, die Polizei habe "viel zu tun gehabt" aber natürlich gerne an. Im Gegensatz zu euch kennen wir unsere Fanszene und auch ihr Gewaltpotenzial sehr genau. Wir können euch versichern, hättet ihr an diesem Tag zwanzig unbehelmte Polizisten an den Rand gestellt, hättet ihr den ruhigsten Tag der Saison verlebt.

Die Polizei wird in den Vorbesprechungen von euch instruiert, setzt ihr ein Risikospiel an, so nimmt dort alles Weitere seinen gewohnten Gang. Und das bedeutet üblicherweise nichts Gutes, speziell in Bayern. Ab diesem Zeitpunkt seid auch ihr machtlos, das kann euch niemand vorwerfen, heraufbeschworen habt ihr solche Situationen allerdings sehr wohl.
Wofür ihr aber direkte Verantwortung tragt, sind die Zustände bei eurem Ordnungsdienst. Wieso eigentlich meint ihr dort eine Einheit des Ordnungsdiensts aufstellen zu müssen, die mit der Beschriftung „Special Force“ auf dem Ärmel rumlaufen muss? Das ist irgendwann nur noch peinlich. Gerade wenn man diese einkleidet, als kämen sie aus einer glücklicherweise überwundenen deutschen Epoche.
Der Chef eures Sicherheitsdienstes, der sich eher gab wie ein Provinzfürst mit ausgeprägtem Geltungsbedürfnis, ist also der Meinung, dass man eine optische Aktion mit Papierschnipseln verbieten muss, sodass diese einzeln eingeschmuggelt werden mussten, wobei ein beträchtlicher Teil es eben nicht ins Stadion schaffte. Ebenso möchte man gerne eine kleine Kiste mit Zetteln im DIN A8 Format einkassieren, auf denen der Text eines neuen Liedes steht. Begründung: „So etwas möchten wir hier nicht!“ Vielleicht setzt bei euch irgendwann einmal ein Nachdenken ein, ob solche völlig unsinnigen Law-and-Order-Haltungen angebracht sind, oder ob sie zu Konflikten führen, die es unter normalen Umständen nie gegeben hätte.

Vermutlich zieht ihr euch nun an den Schreckensmeldungen über die „Ausfälle“ der Eintracht-Fans hoch und fühlt euch sogar noch bestätigt in eurem Tun. Wir geben euch nur den einfachen Rat: Genießt eure Zeit in der Bundesliga, entspannt euch! Ihr seid nun mal für einen Großteil aller Bundesligisten völlig uninteressant, auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt. Und gerade weil euch gegenüber niemand feindlich gestimmt ist, solltet ihr irgendwann auch erkennen, dass ihr dort einen völlig unnötigen Affentanz veranstaltet. Wenn selbst die "Szenekundigen Beamten (SKBs)" aus Frankfurt ratlos und kopfschüttelnd meinen, "Das ist alles völlig unverhältnismäßig und überzogen hier, aber was sollen wir machen?", will das etwas heißen.

Wir hoffen euch mit unseren gut gemeinten Ratschlägen in Zukunft einiges an Ärger ersparen zu können. Für euch und für den Freistaat Bayern ist diese Erkenntnis bares Geld wert, ihr müsst nur über euren Schatten springen und euch ein wenig selbst reflektieren. Nun ist ja auch glücklicherweise nichts Weltbewegendes vorgefallen, was euch nachhaltig beschäftigen wird, ein wenig Objektivität sollte also durchaus drin sein.

In großer Vorfreude auf unser nächstes, völlig entspanntes, Gastspiel in Ingolstadt

Euer Nordwestkurve-Rat

Einladung zur Mitgliederversammlung

 

Liebe Fördermitglieder,

hiermit laden wir Euch zur satzungsgemäßen Versammlung der Fördermitglieder des Nordwestkurve Frankfurt e.V. am Samstag, den 17. Oktober 2015 vor dem Gladbach-Spiel ein.

Ort: Saalbau Niederrad (Goldsteinstraße 33 - 35 HH, 60528 Frankfurt am Main) 
Beginn: 13.00 Uhr


In diesem Jahr ist es uns wieder möglich, die Versammlung auf einen Spieltag zu legen. Wir freuen uns daher auf eine rege Beteiligung aus der Mitgliedschaft, zumal der Versammlungsort praktisch auf dem Weg ins Stadion liegt.

Die Tagesordnung besteht vorläufig aus folgenden Punkten:

1.) Bericht des Nordwestkurve-Rats über die abgelaufene Amtszeit
2.) Aussprache über den Bericht
3.) Entlastung der einzelnen Mitglieder des Nordwestkurve-Rats
4.) Neuwahl der einzelnen Mitglieder des Nordwestkurve-Rats
5.) Verschiedenes

Auf drei Punkte unserer Satzung, welcher die Durchführung der Versammlung und insbesondere die Wahlen der einzelnen Mitglieder des Nordwestkurve-Rats betreffen, wollen wir auch in diesem Jahr besonders hinweisen:

1. Laut Satzung (§ 9 Abs. 5) soll der Nordwestkurve-Rat in der Regel aus elf Mitgliedern bestehen und muss mindestens sieben Mitglieder haben. Mitglied des Nordwestkurvenrats kann jedes Fördermitglied werden, das seine Kandidatur spätestens zwei Wochen vor der Versammlung der Fördermitglieder beim noch amtierenden Nordwestkurvenrat schriftlich oder per E-Mail eingereicht hat.
Wer also Interesse an einer Mitarbeit im Nordwestkurve-Rat hat, muss uns dies bis spätestens 3. Oktober 2015, am besten per E-Mail an  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , mitgeteilt haben. Es würde uns sehr freuen, wenn sich aus der Mitgliedschaft möglichst viele Leute einbringen, schließlich soll der Nordwestkurve-Rat breit aufgestellt sein und unsere Fanszene in Ihrer Gesamtheit abbilden.

2. Die o.g. Tagesordnung ist noch vorläufig, weitere Punkte können nach § 9 Abs. 3 unserer Satzung in die endgültige Tagesordnung aufgenommen werden. Dort ist geregelt: „Anträge von Fördermitgliedern sind in die endgültige Tagesordnung der Versammlung aufzunehmen, wenn sie spätestens zwei Wochen vor der Versammlung schriftlich beim Nordwestkurve-Rat eingereicht sind und von mindestens fünf Fördermitgliedern durch Unterschrift unterstützt werden“. Etwaige Anträge zur Tagesordnung müssen uns ebenfalls bis spätestens 3. Oktober 2015 erreicht haben.

3. Stimm- und Rederecht bei der Versammlung der Fördermitglieder genießen alle Mitglieder, die bis spätestens 30. April des laufenden Jahres ihre Fördermitgliedschaft erworben haben (§ 9 Abs. 3 der Satzung). Das Stimm- und Rederecht kann nur persönlich ausgeübt werden; die Vertretung eines nicht anwesenden Fördermitglieds ist, auch mit Vollmacht, nicht zulässig. Mitglieder, die erst nach dem 30. April die Fördermitgliedschaft erworben haben, können selbstverständlich ebenfalls kommen und der Versammlung beiwohnen.

Infos zur Anreise:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahn 12 (Richtung Schwanheim Rheinlandstraße) bis zur Haltestelle „Gerauer Straße“ – dann ca. 5 Minuten Fußweg. Alternativ auch mit der S-Bahn S7 (in Richtung Riedstadt-Goddelau), S8 oder S9 (beide Richtung Wiesbaden) bis „Niederrad Bahnhof“ und ca. 11 Minuten Fußweg.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung bei der Veranstaltung.


Frankfurt, den 19. September 2015

Der Nordwestkurve-Rat